Akkreditierung als Mikropolitik: Zur Wirkung neuer by Benedict Kaufmann

By Benedict Kaufmann

Kaum ein device der Hochschulreform hat bei näherem Hinsehen in der vergangenen Dekade einen so tief greifenden Einfluss auf die Gestaltung von Studiengängen genommen wie die Akkreditierungen von Studienprogrammen. Im Zentrum der Studie, die sich auf qualitative und quantitative Daten stützt, steht die Frage nach den Auswirkungen der Verfahren auf der Mikroebene innerhalb der betroffenen Hochschulen und im Wechselspiel zwischen den verschiedenen Statusgruppen.

Show description

Read or Download Akkreditierung als Mikropolitik: Zur Wirkung neuer Steuerungsinstrumente an deutschen Hochschulen PDF

Best german_14 books

Intellektuelle Grenzgänge: Pierre Bourdieu und Ulrich Beck zwischen Wissenschaft und Politik

Soziologen sind Beobachter und Interpreten der modernen Gesellschaft. Ihr soziologischer Blick kann jedoch niemals ein rein theoretischer sein, denn Soziologen sind Teil ihres Untersuchungsgegenstands, der Gesellschaft. Zu dieser unvermeidlichen Praxisnähe kommt für sie die Herausforderung, mit ihrem soziologischen Wissen Optionen zur gesellschaftlichen Entwicklung aufzeigen und die von ihnen beobachteten Strukturen und Prozesse beeinflussen zu können.

Grundkurs Software-Entwicklung mit C++: Praxisorientierte Einführung mit Beispielen und Aufgaben — Exzellente Didaktik und Übersicht

Dieses C++ Buch ist anders als alle anderen: kompromisslos sauberes Programmieren von Anfang an. Verständlich, Schritt für Schritt, mit vollständig ausprogrammierten Beispielen, Aufgaben und Tipps. Die Beispiele begleiten und unterstützen den Leser und vermitteln die Fähigkeit, selbst größere Programme sicher zu entwickeln.

Extra resources for Akkreditierung als Mikropolitik: Zur Wirkung neuer Steuerungsinstrumente an deutschen Hochschulen

Example text

An Hochschulen ist die Teilnahme an der Bearbeitung von Problemen schwankend und wechselt – dies nicht zuletzt deshalb, weil Hochschulen nur in bestimmten Bereichen auf professionalisierte Verwaltungs- und Organisationsstrukturen zurückgreifen können. Dies betrifft die Aufgaben der zentralen Hochschulverwaltungen. Die akademische Verwaltung, aber auch die Lehrorganisation ist weitgehend einer dilettierenden Selbstverwaltung ohne professionalisierte Strukturen unterworfen. Dabei wird in weiten Bereichen die Illusion genährt, dass eine hohe fachwissenschaftliche Kompetenz mit einer ebensolchen in Organisationsfragen einhergeht.

Zur Erfüllung dieser Anforderungen wird die Etablierung neuer Steuerungsmechanismen gefordert, die unter den Schlagworten „Transparenz und Rechenschaftslegung“ formuliert werden. Die Organisationstheorie hat dem „Change-Management“ große Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei trifft die Umsetzung von Innovationen im Wissenschaftsbereich noch auf verstärkte Schwierigkeiten, die aus der relativ hohen Autonomie der Beteiligten und ihrem Anspruch auf Selbstverwaltung und -steuerung resultiert. Entsprechend werden externe Impulse bei der Bearbeitung durch die verschiedenen Ebenen der Hochschule in einer Weise gewandelt, sodass die Effekte der ursprünglichen Intention, die die externen Impulsgeber hatten, nicht immer entsprechen.

Arbeitgeber müssen sich bei der Einstellung von Hochschulabsolventen auf die Ausbildungsqualität verlassen, ohne diese detailliert überprüfen zu können, und Schulabgänger müssen sich auf Lehrqualität und Studierbarkeit von Studiengängen verlassen, ohne über belastbare Instrumente zu deren Messung zu verfügen. Um das Vertrauen der Gesellschaft zu gewinnen, sind die Hochschulen also gezwungen, ihre Strukturen den gesellschaftlichen Erwartungen bezüglich Form und Rationalität entsprechend anzupassen.

Download PDF sample

Rated 4.57 of 5 – based on 22 votes