200 Jahre staatliche Lehrerbildung in Württemberg: Zur by Prof. Dr. Ursula Pfeiffer-Blattner (auth.), Thomas

By Prof. Dr. Ursula Pfeiffer-Blattner (auth.), Thomas Wiedenhorn, Ursula Pfeiffer-Blattner (eds.)

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Seminargründung in Esslingen wird die Geschichte der staatlichen Lehrerbildung in Württemberg historisch aufgearbeitet. Das Forschungsinteresse richtet sich dabei vorrangig auf das Innovationspotenzial, das von der Neuorganisation der Lehrerbildung in ihren Anfängen ausgeht. In- und ausländische FachexpertInnen liefern wichtige Beiträge zu bedeutsamen Persönlichkeiten und historischen Kontexten und ordnen die Detailfragen in die gegenwärtige Diskussion zur Lehrerbildung ein.

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Verlauf 2. Verlauf 3. Verlauf > 1843 < 1843 bis 1900 privat 1. Jahr Aspirantenanstalt (privat) 2 Jahre Präparandenanstalt Lehre bei Musterlehrer (2 Jahre) Prüfung Abb. 2: Wege in die Seminare Ein Schüler, der die acht- bzw. siebenjährige Volksschulzeit (ab 1858) absolviert hatte, musste sich entscheiden, ob er Volksschullehrer werden wollte. Beabsichtigte er, dieses Ziel zu erreichen, so erwartete ihn eine zwei- bis dreijährige Vorbereitungszeit, ehe die seminaristische Ausbildung beginnen konnte.

Dort unterrichtete seit rund 20 Jahren der Mädchenschullehrer Johannes Buhl (Kiefner 1909). Er war davon überzeugt, dass die Zeit gekommen ist, Frauen an der öffentlichen Erziehung und Bildung zu beteiligen und ihre 50 Erich Müller-Gaebele pädagogischen Fähigkeiten für den Volksschulunterricht zu erschließen. Buhls Schulversuch wurde genehmigt und sein Unternehmen, Lehrerinnen auszubilden, erhielt dadurch Auftrieb, dass 1858 eine Änderung des Volksschulgesetzes zum ersten Mal die Möglichkeit eröffnete, weibliche Lehrkräfte an Volksschulen zu beschäftigen, allerdings mit einigen beträchtlichen Einschränkungen: Ihr Einsatz bezog sich auf Mädchenklassen sowie auf die untersten Knabenklassen und gemischten Klassen.

312). Die im Württembergischen Volksschullehrerverein organisierte Lehrerschaft vertrat jedoch eine völlig andere Auffassung. Sie beklagte das zu niedrige Ausbildungsniveau und forderte eine fundierte wissenschaftsbezogene Ausbildung mit Fremdsprache, die sich mit der allgemeinen höheren Bildung vergleichen konnte. Dadurch erstrebte die organisierte Lehrerschaft einen höheren sozialen Status und ein höheres Maß an gesellschaftlicher Anerkennung (vgl. Denkschrift des Württembergischen Schullehrervereins 1862).

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